Buckling length coefficient kcr

Hallo zusammen, ich arbeite derzeit an einem Projekt im Rahmen einer Studienleistung. Meine Kommilitonen und ich haben Probleme, folgenden Sachverhalt des Add-Ons "Stabilitätsanalyse" zu deuten: Der Knicklängenbeiwert kcr beträgt bei beidseitig gelenkiger Lagerung allgemein 1,0 und bei beidseitig eingespannter maximal 0,5. Das von mir erstellte System ist gelenkig gelagert und beinhaltet lediglich Normalkräfte. Der Beiwert des Stabs mit der Nummer 97 beträgt allerdings 0,487. Diesen Wert kann ich mir nicht erklären, da ich eigentlich auf eine gelenkige Lagerungssituation aus war.

Kann mir jemand diesbezüglich bitte weiterhelfen? Den Link der dazugehörigen Datei habe ich angehängt. Vielen Dank im Voraus für Eure Unterstützung und Zeit!

https://drive.google.com/file/d/1NqR5hb-9Vc0FCWx6tSYVjfzY-UOBjeaf/view?usp=drive_link

Hi vferg,

willkommen in der Community :slight_smile: !

In folgendem Webinar werden die Knicklängen erläutert (ab ca. Minute 43):
https://www.dlubal.com/de/support-und-schulungen/schulungen/videos/004049

Bei einem System mit mehreren Stäben ist es wichtig, eine lokale Eigenform zu generieren und dann für diesen Stab eine Knicklänge zu ermitteln.

Bitte überdenke deine Modellierung mit reinen Fachwerkstäben - nur N. Diese sind hier nur numerisch stabil, obwohl an allen Verbindungen eine Gelenkkette entsteht. Besser ist eine Mischung aus Balkenstäben und Fachwerkstäben.

Wenn ich testweise dein Modell mit Balkenstäben und kleinem Stabendgelenk versehe, erhalte ich eine lokale Eigenform. Hier ist die für den Stab maßgebende Knicklänge 1,0:

Bei deinen Stabtypen entsteht keine lokale Eigenform aufgrund des Stabtypes und somit sind die Bewerte hier nicht nutzbar.

Viele Grüße
Stefan Hoffmann

Hallo Stefan,

danke für deine Antwort. Leider habe ich mein Problem nicht lösen können und noch ein paar Fragen offen:

  • Warum benutzt du hierfür LF Eigengewicht und nicht den maßgebenden GZT?

  • Ich habe alle Stäbe als Balkenstäbe ausgeführt, mit Stabanfangs- und -endgelenken versehen, die Federkonstanten wie auf deinem Screenshot eingestellt und das Modell berechnen lassen (ebenfalls im LF Eigengewicht). Trotzdem komme ich bei Stab 30 bei der ersten Eigenform auf einen kcr-Wert von 0,591, bei den restlichen Stäben auf Werte zwischen 0,... und 32. Ich komme somit nicht auf dasselbe Ergebnis wie du - warum ist das so?

  • Hast du das Material bzw. den Querschnitt der Stäbe geändert?

Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
vferg

Hi vferg,

Ich habe den LF Eigengewicht lediglich als Darstellung gewählt, weil hier in der Regel nachvollziehbare Schnittgrößen vorliegen.

Kannst du bitte dein modifiziertes Modell hochladen? Ich hatte nur die angesprochenen Punkte modifiziert.

Viele Grüße
Stefan Hoffmann

Konstruktion_Ahornfrucht diagonal.rf6 (5.3 MB)

Hello,

attached is the file.

Hi vferg,

danke für deine Rückmeldung. Damit du das System nicht zu sehr verfälscht, muss der Wert im Gelenk sehr klein sein. Du hast 1000 vorgegeben, was schon eine deutlich einspannende Wirkung hat.

Ich hatte nur 1,0 vorgegeben:

Je höher der Wert, umso weniger ist es gelenkig, sondern tendiert zur Einspannung. Der Knicklängenbeiwert nähert sich also von 1,0 hier schon sehr 0,5 an.

Viele Grüße
Stefan Hoffmann