Hallo zusammen!
Überblick:
Ein zweigeschossiges Gebäude modelliere ich als 3D-System, da es über Eck auskragende Bereiche besitzt, die über im OG angeordnete Stb.-Wände zurückgehangen werden sollen.
Die eigentliche Frage bezieht sich jedoch auf einen anderen Bereich.
Die Räumlichkeiten von OG und EG sind an mehreren Stellen zueinander versetzt angeordnet. Dadurch ergeben sich Bereiche wie auf dem nächsten Bild dargestellt:
(Die Decke wurde zu gemeinsamen Darstellungszwecken von OG und EG ausgeblendet)
Wie man hoffentlich erkennen kann, steht die Stb.-Wand nur teilweise dem Unterzug im Erdgeschoss. Ob die rechtwinklige Wand auch in Stahlbeton ausgebildet wird/werden sollte, ist erst einmal nebensächlich.
Wenn ich den Unterzug als Rippenstab modellieren, dann ergeben sich u.a. nachfolgende Hauptspannungen:
Vermutlich weil der Rippenstab für die Decke nur versteifend wirkt und die Last trotzdem über den Deckenknoten muss. Der Deckennachweis wird an dieser Stelle enorme Überschreitungen ausgeben.
Wenn ich hingegen den Unterzug als Fläche modelliere, dann werden die Hauptspannungen geringer, wenn auch nicht in dem Maße, wie ich es mir für den Knoten gewünscht hätte, jedoch sieht dafür der Wandeckbereich deutlich besser aus.
Wenn man sich die Hauptmomente des Unterzugs (Fläche) und der Wand im OG anschaut, kann man den Kraftverlauf auch schön nachvollziehen:
Daher dürfte der Effekt auf die Decke gar nicht mehr so groß ausfallen.
Jedoch durch die Verformungen des Gesamtsystems wird sich ein Teil wieder in die Decke auslagern.
Jetzt meine Fragen:
- Sollte man bei solchen Systemen eher auf Flächen als auf Rippenstäbe ausweichen?
- Gibt es einen besseren Ansatz?
- Was könnte man sonst noch tun (Berechnungsart, Materialansatz, etc.) um den Effekt für die Decke zu minimieren?
- Wie gehe ich mit diesem Knoten bei der Deckenbemessung korrekt um? Die tabellarische Ausgabe oder Zusammenfassung wird mir dort ja Überschreitungen ausgeben.
Vielen Dank!




